Bereit zum Durchstarten – die besten Absolventinnen und Absolventen der Aufstiegsfortbildungen Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz (ZMP), Dentalhygieniker/-in (DH) und Zahnmedizinische Verwaltungsassistenz (ZMV) wurden beim 66. Bayerischen Zahnärztetag mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.
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ZFA-Aufstiegsfortbildungen als Sprungbrett

Verleihung des Meisterpreises beim 66. Bayerischen Zahnärztetag

Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz (ZMP), Dentalhygieniker/-in (DH) und Zahnmedizinische Verwaltungsassistenz (ZMV) – diese drei Titel stehen für die Vizepräsidentin der Bayerischen Landeszahnärztekammer, Dr. Barbara Mattner, für höchste Fachkompetenz, unermüdlichen Einsatz und echte Leidenschaft für die Zahnmedizin. Für ihr Engagement wurden auch in diesem Jahr die 20 Prozent Besten der ZFA-Aufstiegsfortbildungen beim 66. Bayerischen Zahnärztetag mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung geehrt.

Die Aufstiegsfortbildungen zur ZMV, ZMP oder DH eröffnen Zahnmedizinischen Fachangestellten vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung. Auch in diesem Jahr nahmen zahlreiche ZFA die Herausforderung der berufsbegleitenden Weiterbildungen an. Insgesamt 368 Absolventinnen und Absolventen schlossen die Abschlussprüfungen in Bayern erfolgreich ab: 131 ZMV, 181 ZMP und 56 DH. Die besten 20 Prozent wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung geehrt – eine Auszeichnung für ihr Engagement, Durchhaltevermögen und das erworbene Fachwissen.

Dr. Drew und Dr. Schmidt: Weiterbildung wertschätzen!

Bei der feierlichen Veranstaltung begrüßten zunächst Dr. Dorothea Schmidt und Dr. Brunhilde Drew, die beiden Referentinnen Zahnärztliches Personal der BLZK, die anwesenden Gäste. Gemeinsam beglückwünschten sie die Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Abschluss und stellten heraus, welche große Bedeutung ihr Engagement und der Wille zur Weiterbildung für die zahnärztliche Praxis hat. „Ihren Einsatz, liebe Kolleginnen und Kollegen, brauchen wir in den Praxen, ob das in der Prophylaxe ist oder im Verwaltungsbereich. Denn es ist enorm wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein“, richtete sich Schmidt an die Anwesenden.

Ministerialdirektor Dr. Rainer Hutka (Mitte), Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, verlieh die Meisterpreisurkunden 2025. Weitere Personen auf dem Bild (v. l.): Dr. Dorothea Schmidt, Referentin Zahnärztliches Personal der BLZK, BLZK-Vizepräsidentin Dr. Barbara Mattner, BLZK-Präsident Dr. Dr. Frank Wohl und Dr. Brunhilde Drew, Referentin Zahnärztliches Personal der BLZK. © BLZK/W. Murr

Mit einem Zitat von Nelson Mandela wandte sich Drew an die frisch gebackenen ZMV, ZMP und DH: „Ausbildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn man bereit ist, die nötige Zeit und Mühe zu investieren, wird man am Ende dafür belohnt.“ Diese Belohnung würden die Anwesenden heute zu Recht erfahren – „für Ihren Einsatz und Ihre Mühe, die Sie auf sich genommen haben, um die Aufstiegsfortbildung durchzuziehen und schließlich mit einem Abschluss zu krönen“. Die Meisterpreisverleihung stelle deshalb für sie immer ein Highlight beim Bayerischen Zahnärztetag dar, und es sei ihr eine besondere Ehre, diese gemeinsam mit den Anwesenden zu erleben.

„Organisatorische Pfeiler jeder modernen Zahnarztpraxis“

Ihren Dank sprach den Absolventinnen auch die BLZK-Vizepräsidentin Dr. Barbara Mattner aus, die vor ihrem Studium selbst als Zahnarzthelferin, so die damals übliche Bezeichnung, arbeitete und so ihre Karriere in der Zahnmedizin startete. Sie wisse daher genau, dass hinter diesen Fortbildungen „nicht nur unzählige Stunden des Lernens, des Engagements und oft auch der Verzicht auf Freizeit stehen, sondern ebenso der tiefe Wunsch, sich ständig weiterzuentwickeln und die bestmögliche Versorgung für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Sie haben bewiesen, dass Sie bereit sind, über sich hinauszuwachsen und neue Maßstäbe in Ihrem Fachbereich zu setzen. Das verdient unseren Respekt und unsere Anerkennung.“

Mit ihren durch die Fortbildung erworbenen Kenntnissen seien die Anwesenden einerseits Garanten für Effizienz und Wirtschaftlichkeit und somit unverzichtbar für den Praxiserfolg. Andererseits trügen sie bei den Patientinnen und Patienten maßgeblich zur Mundgesundheit bei und übernähmen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

ZFA stellen sich den gestiegenen Anforderungen

Als „Tag der Anerkennung, der Freude und des Stolzes“ bezeichnete Ministerialdirektor Dr. Rainer Hutka, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, die Veranstaltung. Er freue sich sehr, dass er erstmals die Verleihung des Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung in diesem feierlichen Rahmen übernehmen dürfe. Gefeiert würden heute die Menschen, die hinter dem Preis stünden, „nämlich Sie, die Zahnmedizinischen Fachangestellten, die mit Ausdauer, mit Ehrgeiz und mit Können eine wirklich anspruchsvolle Ausbildung abgeschlossen haben“. Die Auszeichnung stehe für Exzellenz, für berufliche Weiterbildung auf höchstem Niveau und für gelebtes Engagement im Gesundheitswesen.

Hutka hob hervor, dass die Anforderungen in der Zahnarztpraxis nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend steigen. Hinzu kämen weitere Aspekte wie die Digitalisierung, Hygienevorgaben, Fragen der Patientensicherheit, eine verlässliche Dokumentation oder der Datenschutz, denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zahnarztpraxis mit ihrem Fachwissen entgegentreten müssten. „Wer führt uns denn durch dieses Dickicht? Das sind Menschen wie Sie, die die Praxen organisieren, die sich weitergebildet haben und dafür sorgen, dass das ganze Konvolut an Vorschriften und Anforderungen, denen man tagtäglich ausgesetzt ist, am besten gemanagt wird“, so Hutka anerkennend.

Den Meisterpreis sieht Hutka als Zeichen der Wertschätzung für die gesamte Berufsgruppe, die oft neben den Zahnärzten in den Hintergrund gerate. Dabei seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein unverzichtbarer Teil der Praxis und durchaus systemrelevant, nicht erst seit der Corona-Pandemie. Der Preis sei darüber hinaus ein Signal an junge Menschen, dass es sich lohne, in die eigene Ausbildung zu investieren und Verantwortung zu übernehmen. Dazu bedürfe es nicht immer eines Studiums, denn das bayerische System sei durchlässig und es ermögliche die besten Ausbildungsmöglichkeiten im Beruf.

Erleichterung und Freude bei der Verleihung

Im Anschluss an seine Rede verlieh Hutka die Meisterpreisurkunden. Unterstützung erhielt er dabei von BLZK-Hauptgeschäftsführer Sven Tschoepe, der allen Absolventinnen und Absolventen eine Rose überreichte.

Als Jahrgangsbeste 2025 wurden darüber hinaus Bettina Kieswimmer (ZMV) und Michelle Tränkler (ZMP) geehrt. Stefanie Taylor, die jahrgangsbeste DH, konnte bei der Veranstaltung nicht anwesend sein.

Mit einem festlichen Büfett klang die diesjährige Meisterpreisverleihung aus. Eine besondere Mischung aus Stolz und Erleichterung war unter den Teilnehmern deutlich zu spüren, die nun glücklich auf die anstrengende Zeit der Fortbildung und das Erreichte zurückblicken konnten. „Die ganze Arbeit hat sich gelohnt, man ist über sich hinausgewachsen und freut sich jetzt natürlich sehr“, so eine der Absolventinnen. Oder wie es eine weitere Kollegin erleichtert zusammenfasste: „Doch, war cool.“

Dagmar Loy


BILDER, BERICHTE UND FILME IM NETZ

Ausführliche Artikel und Bildergalerien zum 66. Bayerischen Zahnärztetag sowie einen Film von der Meisterpreisverleihung finden Sie auf der Website der Bayerischen Landeszahnärztekammer:
www.blzk.de/blzk/site.nsf/id/pa_bayerischer_zahnaerztetag.html