Ein Fallbericht zur Unterkieferaugmentation Regio 35–37
Knochendefekte gehören heute zum klinischen Alltag der implantologischen Praxis. Langjähriger Zahnverlust, Trauma oder entzündliche Erkrankungen können zu ausgeprägten horizontalen und vertikalen Defiziten des Alveolarfortsatzes führen, die eine rekonstruktive Hartgewebsaugmentation erforderlich machen. Während insbesondere die vertikale Augmentation lange als kaum vorhersehbar galt, zeigen moderne chirurgische Konzepte, dass sie bei Beachtung zentraler biologischer Prinzipien erfolgreich durchführbar ist. Der vorliegende Beitrag präsentiert eine kombinierte vertikale und horizontale Augmentation im Unterkiefer Regio 35–37 mittels allogener Schalentechnik und erläutert die wesentlichen Faktoren für eine nachhaltige und erfolgreiche Knochenregeneration.