Die beiden Vorsitzenden des ZBV Oberbayern, Dr. Christopher Höglmüller und Dr. Brunhilde Drew, BLZK-Präsident Dr. Dr. Frank Wohl, die Referentinnen Susanne Remlinger und Elena Lingl mit Praxis-Assistenzhund Caja, Daniela Wolf und Rechtsanwalt Dr. Thomas Rothammer (v. l.).
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Praxiswissen, Perspektiven und persönlicher Austausch

„Dental Startup Day“ des ZBV Oberbayern

Bei seinem „Dental Startup Day“ im September informierte der ZBV Oberbayern rund um eine erfolgreiche Praxisführung. Zudem bot die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung.

In ihrem Vortrag „Eigene Praxis? Unser 3 x 3 zum Erfolg“ verglichen Susanne Remlinger und Elena Lingl die Vor- und Nachteile verschiedener Praxisformen. Sie verrieten, was sie heute anders machen würden als bei ihrer eigenen Gründung: „Statt neu zu gründen, würde ich eine Praxis übernehmen“, so Remlinger, „denn die ‚Bodenschätze‘ einer Praxis wie Wasseranschlüsse und Druckluft sind ein Riesengeschenk.“ Die Referentinnen empfahlen, Unterstützungsangebote zu nutzen, etwa die Praxisbörse der Bayerischen Landeszahnärztekammer, das ZEP Zentrum für Existenzgründer und Praxisberatung der BLZK und das Referat Praxisführung des ZBV oder der Kammer. Im Anschluss an den Vortrag gab es beim „Dental Startup Day“ die Möglichkeit, sich beim ZBV vor Ort über freiwerdende Praxen in Oberbayern zu informieren.

Dr. Brunhilde Drew: Mit kleinen Teams Großes leisten

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Mitarbeiterführung. Dr. Brunhilde Drew, 2. Vorsitzende des ZBV Oberbayern und Referentin Zahnärztliches Personal der BLZK, zeigte auf, wie sich auch mit kleinen Teams eine leistungsfähige Praxisorganisation gestalten lässt: „Es geht nicht darum, unser Team noch schneller arbeiten zu lassen. Es geht darum, die Arbeit einfacher zu machen: Klare Prozesse, gemeinsame Standards und Checklisten geben Orientierung. Digitalisierung nimmt uns wiederkehrende Aufgaben ab. Und durch gezielte Delegation verteilen wir Verantwortung sinnvoll. So schaffen wir weniger Reibungsverluste, mehr Klarheit und – vor allem – mehr Zeit für das, was wirklich zählt.“

Dr. Thomas Rothammer, Rechtsanwalt und Steuerberater, beleuchtete aus juristischem Blickwinkel, welche Chancen die Selbstständigkeit bietet und welche Aspekte bei einer Gründung bedacht werden sollten. Den finanziellen Rahmen einer Praxisgründung skizzierte Daniela Wolf, Beraterin Private Banking.

Dr. Dr. Frank Wohl: Anbietermarkt öffnet Chancen

In seinem Schlusswort motivierte BLZK-Präsident Dr. Dr. Frank Wohl zur Selbstständigkeit: „Die Perspektiven für eine Niederlassung waren noch nie so gut, denn gegenüber unseren Patienten haben wir inzwischen einen Anbietermarkt. Der eröffnet uns Chancen, kompromisslos die eigenen Vorstellungen von moderner Zahnheilkunde umzusetzen und hochwertige Leistungen anzubieten. Sie werden genügend Patienten finden, die diesen Weg mitgehen.“

Neben Praxiswissen bot der „Dental Startup Day“ vor allem Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen mit dem BLZK-Präsidenten ebenso wie mit dem 1. Vorsitzenden des ZBV Oberbayern, Dr. Christopher Höglmüller, den Experten und natürlich untereinander ins Gespräch und knüpften wertvolle Kontakte.

Julika Sandt
Leiterin der Stabsstelle Politik der BLZK