Ablauf einer Chairside-Bestimmung des 25(OH)D-Spiegels

Orale Gesundheit und Vitamin D

Ein Baustein in Prävention, Risikodiagnostik und Therapie?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Clemens Walter

Vitamin D gewinnt auch in der Zahnmedizin zunehmend an Bedeutung. Neben seiner klassischen Rolle im Calcium- und Knochenstoffwechsel werden immunologische, entzündungsmodulierende und für Wundheilung sowie Knochenstoffwechsel relevante Effekte diskutiert. Die aktuelle S3-Leitlinie zur Vitamin-D-Bestimmung und -Supplementierung im Kontext von Implantatprognose und Augmentationschirurgie unterstreicht die Relevanz für implantologische und knochenbezogene Fragestellungen. Für die Praxis ist vor allem der 25(OH)D-Spiegel als Laborparameter bedeutsam. Niedrige Werte sind häufig klinisch nicht sicher vorhersehbar und können bei verschiedenen oralen Erkrankungen beziehungsweise parodontalen, implantologischen oder endodontischen Fragestellungen als modifizierbarer Risikofaktor relevant sein. Vitamin D ersetzt keine etablierte zahnärztliche Therapie, kann bei entsprechender Risikokonstellation aber ein sinnvoller ergänzender Baustein in Prävention, Diagnostik, Therapieplanung und interdisziplinärer Patientenbetreuung sein.

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