Diese Anzeige erschien anlässlich des Bayerischen Präventionstages in allen bayerischen Tageszeitungen sowie auf vielen Internetseiten. Diesem BZB liegt zudem ein Plakat bei, das Zahnärzte in ihren Praxen aushängen können.
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Gesund beginnt im Mund

Zahnärzte unterstützen den Bayerischen Präventionstag

Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat die Prävention zur Chefsache gemacht. Um das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, fand unter ihrer Schirmherrschaft am 12. Oktober der zweite Bayerische Präventionstag statt. Die bayerischen Zahnärzte nutzten den Tag, um fürs Zähneputzen und den regelmäßigen Zahnarztbesuch zu werben.

In allen bayerischen Tageszeitungen sowie auf vielen Internetseiten tauchte am 12. Oktober die abgebildete Anzeige mit dem Motto „Gesund beginnt im Mund“ auf. Die zentralen Botschaften wurden bewusst einfach formuliert. Denn der Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und sozioökonomischem Status ist evident. Laut DMS 6 ist die Kariesprävalenz bei Menschen mit Migrationshintergrund und niedrigem Bildungsabschluss noch immer höher als in der Gesamtbevölkerung. Rund ein Drittel der Bayern geht nicht mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt. Noch niedriger ist die Inanspruchnahme bei den Früherkennungsuntersuchungen, die seit 2026 im „Gelben Heft“ eingetragen werden können. Auch darauf weist die Anzeige hin.

Bemerkenswert ist, dass sich neben der KZVB, der LAGZ und der LAGP auch die AOK Bayern an der Anzeige beteiligt. Das Bewusstsein für den Stellenwert von Prävention wächst also auch aufseiten der Krankenkassen. Schließlich ist Zahnerhalt in der Regel wirtschaftlicher als Zahnersatz.

„Gesund beginnt im Mund“ ist eine der wenigen bayernweiten Aktionen im Rahmen des Bayerischen Präventionstages. Auf der Website des Gesundheitsministeriums finden sich Vorträge zum Diabetes-Risiko, zur Demenzprävention, zum Umgang mit den Wechseljahren, gesunde Bewegung durch Tanz und Musik, Klangmeditation und Wasserschach. Aber diese Angebote sind in der Regel regional begrenzt.

Damit die Kampagne noch nachhaltiger wird, bittet die KZVB alle Mitglieder, das Plakat, das diesem BZB beiliegt, in ihren Praxen auszuhängen.

Auch für die Ministerin ist Prävention keine Eintagsfliege. Im bereits 2015 gegründeten „Bündnis für Prävention“ haben sich über 160 Organisationen zusammengeschlossen, darunter auch die KZVB. Sie eint das Ziel, den Bayern einen gesünderen Lebensstil zu vermitteln. Denn nur wenn es gelingt, Volkskrankheiten wie Diabetes oder Adipositas einzudämmen, bleibt das Gesundheitswesen finanzierbar.

Leo Hofmeier