Experten und Standespolitiker gaben den niederlassungswilligen Zahnärzten wertvolle Tipps.
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Die Niederlassung lohnt sich

125 Teilnehmer beim zweiten KZVB-Start-up-Tag

Ende Januar fand der zweite Start-up-Tag der KZVB statt – diesmal in der HypoVereinsbank am Nürnberger Lorenzer Platz. Das Interesse war erneut groß: 125 bislang angestellte Zahnärzte informierten sich über die Chancen und Wege in die Selbstständigkeit.

Über ihre persönlichen Erfahrungen berichteten die Praxisgründer Dr. Meike Baumgärtel-Rothammer, Dr. Magdalena Thuy und Dr. Fabian Stiller. Der Tenor war stets der Gleiche: Die Niederlassung lohnt sich. „Ich kann euch nur empfehlen: Traut euch“, so der Appell von Dr. Magdalena Thuy, die im oberfränkischen Sparneck Teilhaberin einer Gemeinschaftspraxis ist. „Es hat nur Vorteile. Man ist unabhängig, sowohl finanziell als auch zeitlich. Man ist sein eigener Chef. Machts einfach, ihr könnt nur gewinnen.

Dr. Meike Baumgärtel-Rothammer, Dr. Magdalena Thuy und Dr. Fabian Stiller gaben Einblicke in ihren Weg in die Selbstständigkeit. © HVB

“Die Experten – Moritz Küffner, Hans Rothammer, Sarah Lehmann, Michaela Wörle, Michael Stolz, Dr. Ralf Schauer, Michael Weber und Iris Hartmann – gaben kompakte Einblicke in die verschiedenen Bereiche, die für eine Praxisgründung oder -übernahme unerlässlich sind. Von der richtigen Kommunikation über die nötigen Versicherungen bis hin zu den diversen Kooperationsformen, die den künftigen Praxisinhabern zur Verfügung stehen. Auch die Experten waren sich in ihrer klaren Botschaft für die Selbstständigkeit einig.

Steuerberater Dr. Ralf Schauer brachte es auf den Punkt: „Sie müssen einfach anfangen. Und fangen Sie an, wenn Sie sich zu 70 Prozent sicher sind.“ 100 Prozent Sicherheit könne es nie geben. „Gehen Sie in die Selbstständigkeit und Sie werden es nie bereuen“, versicherte Schauer den Teilnehmern.

125 bislang angestellte Zahnärzte informierten sich beim Start-up-Tag in Nürnberg über die Chancen, die die Niederlassung bietet. © HVB

Für den KZVB-Vorsitzenden Dr. Rüdiger Schott, der den Start-up-Tag initiierte, ist klar: „Die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer zeigen, wie wichtig solche Veranstaltungen sind. Die über 3 000 angestellten Zahnärzte in Bayern sind ein Schatz, den wir heben müssen. Nur wenn sich wieder mehr junge Zahnärzte für die Niederlassung entscheiden, können wir den Sicherstellungsauftrag weiterhin erfüllen. Deshalb gilt: Fortsetzung folgt! Der nächste Start-up-Tag findet am 4. Juli 2026 in München statt.“

Auch Dr. Florian Kinner, Co-Referent für den zahnärztlichen Nachwuchs, zieht eine durchweg positive Bilanz: „Die Niederlassungsbereitschaft ist höher als wir dachten. Allerdings besteht ein hoher Informationsbedarf. Der Schritt in die Selbstständigkeit muss gut überlegt sein. Dabei unterstützen wir die jungen Kolleginnen und Kollegen.“

Tobias Horner