Kongress beleuchtete Fortschritte der Zahnheilkunde in Bayern

Moderne, praxisrelevante Zahnmedizin und der kollegiale Austausch vor Ort: Das sind die Markenzeichen des Bayerischen Zahnärztetages, den die Bayerische Landeszahnärztekammer in Zusammenarbeit mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns veranstaltet. Die 66. Auflage des Kongresses, die vom 23. bis 25. Oktober in München stattfand, wurde diesen hohen Ansprüchen in besonderer Form mehr als gerecht. Der Kongress Zahnärzte war ausgebucht. Insgesamt erlebten mehr als 1 500 Besucher ein generationsübergreifendes Wiedersehen und eine Fortbildungsveranstaltung voller neuer Impulse.
Meilensteine der Zahnheilkunde in Bayern
Beim Kongress Zahnärzte am 24. und 25. Oktober drehte sich alles um das Thema „Fortschritte der Zahnheilkunde in Bayern“. Das innovative Konzept gliederte sich in neun Schwerpunkte. Diese beleuchteten jeweils einen anderen Teilbereich der Zahnmedizin und machten die Fortschritte der Zahnheilkunde in Bayern greifbar.

Jede Einheit umfasste die drei Bausteine Anmoderation – Fachvortrag – Fallvorstellung und wurde präsentiert von einem Referententrio. Dazu der wissenschaftliche Leiter des Bayerischen Zahnärztetages, Prof. Dr. Johannes Einwag: „Dieses neue Konzept garantierte nicht nur die gewohnte Praxisnähe, sondern hat sich auch als Wiedersehens- und Kennenlerntreffen der großen bayerischen Fortbildungsfamilie generationenübergreifend bewährt. Präsenzfortbildung funktioniert auch im Jahre 2025 – man muss die Kolleginnen und Kollegen bei ihren Wünschen und Bedürfnissen nur abholen.“
Weitere Vorträge befassten sich mit der KZVB-Abrechnungsmappe, dem Niederlassungsradar der KZVB, Aktuellem aus Berlin sowie der zahnmedizinischen Versorgung von Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen. Die Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte war ebenfalls wieder möglich.

Prophylaxetipps beim Kongress für das Praxisteam
Beim Kongress Zahnärztliches Personal am Freitag, 24. Oktober, gab es Tipps für die Prophylaxe unter dem Titel „Lebenslange Prophylaxe – So funktioniert’s“. Betrachtet wurden alle Lebensphasen: von der Kindheit und Jugend über das Erwachsenenalter bis hin zur Prophylaxe bei Senioren. Parallel zu den Vorträgen wurden die besten Absolventinnen und Absolventen der Aufstiegsfortbildungen Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz (ZMP), Dentalhygiene (DH) und Zahnmedizinische Verwaltungsassistenz (ZMV) mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Einen ausführlichen Nachbericht zum Kongress Zahnärztliches Personal und zur Meisterpreisverleihung gibt es in der BZB-Ausgabe 12/2025.

„Prof. Dieter SchlegelWissenschaftspreis“ mit vier Preisträgern
Für herausragende zahnmedizinische Dissertationen an bayerischen Hochschulen vergibt der Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Zahnheilkunde in Bayern (VFwZ) den „Prof. Dieter Schlegel-Wissenschaftspreis“ – auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des Kongresses Zahnärzte am Freitag. Die Preisträger kamen von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Regensburg.
Fotos im Netz
In den Bildergalerien auf der BLZK-Website unter www.blzk.de/zahnaerztetag können Sie den Festakt am 23. Oktober sowie die beiden Kongresse am 24. und 25. Oktober noch einmal Revue passieren lassen.
Christian Henßel

GEMEINSAME VORSTANDSSITZUNG MIT DER LANDESZAHNÄRZTEKAMMER BADEN-WÜRTTEMBERG

Im Vorfeld des Festaktes, mit dem der Bayerische Zahnärztetag traditionell eröffnet wurde, trafen sich die Vorstände der BLZK und der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg zu einer gemeinsamen Vorstandssitzung. Im Mittelpunkt der Gesprächestand die Bundesversammlung der BZÄK mit den anstehenden Wahlen. Ein weiteres zentrales Thema war der aktuelle Entwurf der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Beide Vorstände betonten ihre einheitliche Haltung: Der GOÄ-Entwurf dürfe keinesfalls als Vorlage für eine Novellierung der GOZ herangezogen werden. Zum Abschluss diskutierten die Gremien zudem über den Bürokratieabbau und das Vorgehen bei Praxisbegehungen in den jeweiligen Bundesländern.