Klasse II mit protrudierten Inzisiven.
Foto: Dr. Sandra Riemekasten

Indikationen kieferorthopädischer Behandlungen

Ein Beitrag von Dr. Sandra Riemekasten

Regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen stellen bereits im frühen Kindesalter einen wesentlichen Bestandteil der präventiven Gesundheitsvorsorge dar. Für viele Eltern ist der Zahnarztbesuch ihres Kindes zunächst mit organisatorischen oder emotionalen Herausforderungen verbunden. Dennoch ermöglichen frühzeitige Untersuchungen nicht nur die Sicherstellung einer adäquaten Mundhygiene, sondern auch eine kontinuierliche Beurteilung der physiologischen Zahn- und Kieferentwicklung. Neben der Kariesprophylaxe gehört daher auch die Beobachtung der Gebissentwicklung zu den zentralen Aufgaben der allgemeinen zahnärztlichen Betreuung. Der Hauszahnarzt kann Abweichungen von der normalen Entwicklung frühzeitig erkennen und gegebenenfalls eine Überweisung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie veranlassen. Dieser beurteilt die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung sowie den optimalen Zeitpunkt für einen Therapiebeginn. Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, einen Überblick über häufige Zahn- und Kieferfehlstellungen, deren Ursachen sowie über diagnostische Kriterien und therapeutische Möglichkeiten zu geben.

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